Im Sommer an den Winter denken

Katzen_Dorf

Faul den Sommer verschlafen können in Kasachstan nur die Katzen. Alle anderen müssen rechtzeitig an den Winter denken. Zum Beispiel Kräuter trocknen, Obst und Gemüse einwecken, Fleisch konservieren.

Kräuter_KasachstanPilze_eingeweicht_Kasachstan

Heute ging es ans Pilze einwecken. Die braucht man für viele Gerichte der russischen Küche. Da im Winter der Schnee meterhoch liegt, kann man nicht einfach in die Stadt fahren. Die Preise in den Läden im Dorf sind sehr hoch, denn auch sie müssen weit fahren. Natalia Iwanowna kauft dort nur wenige Sachen.

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Um die Gläser und Deckel zu sterilisieren, werden sie vorher gewaschen und gekocht.

Gläser_Einwecken_Kasachstan

Die Pilze werden gekocht und danach in Gläser gefüllt und mit einem Sud begossen.

Sud_PilzeSommerküche_Kasachstan

Anschließend stellt man die Gläser auf den Kopf. Das tötet die Bakterien im Deckel. Es entsteht ein Vakuum. So halten die Pilze mehrere Jahre.

Pilze_Sommerküche_Kasachstan

Die „Shopping-Mall“

Laden_Kristall

Dieser Laden heißt „Kristall“. Wir wollen Brot kaufen und Eis. Viele Sachen macht Natalia Iwanowna selbst, sogar Teigwaren. Aber Brot kauft sie im Laden. Für größere Einkäufe fährt sie mit Verwandten in die nächste Stadt. Ohne Auto geht das nicht. Es gibt keinen Bus. Deshalb verkauft der Laden die wichtigsten Sachen: Wodka, Kochtöpfe, Seife, Tütensuppen, Eier.

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Es gibt eine eigene Vitrine für Kinderbedarf: Schulrucksäcke, Basecaps, Turnschuhe, Kuscheltiere.

Vitrine_Laden_Kasachstan

Sogar eine Gefriertruhe mit Fleisch und Pelmeni gibt es.

Gefriertruhe_Laden_Kasachstan

Magenschreck Markt

Kasachstan_Markt

Fleischverkäuferinnen auf einem Markt in Südkasachstan

Zum Glück war ich schon mal in Kasachstan und Kirgistan. Denn es gibt einige Dinge, die „etwas“ anders laufen als in Deutschland. Nämlich richtig krass. Dazu gehört das Einkaufen von Lebensmitteln.

Natürlich gibt es genau wie in Deutschland riesige Supermärkte. Die heißen oft Gypermarket – also Supermarkt XXL. Doch die gibt es nur in den großen Städten. Woanders kauft man traditionell ein. Nämlich auf dem Markt. Da liegt dann Gemüse neben Waschpulver und wer einen Eimer braucht, findet viele Sorten.

Für Deutsche gewöhnungsbedürftig ist auf jeden Fall die Fleischabteilung. So habt ihr Fleisch noch nie gesehen. (Ja, das was da runterhängt, ist kein Vorhang!) Gekühlt wird nichts – deshalb heißt es früh aufstehen. Oder mit den Fliegen teilen.