Klamotten

Mein_Koffer

Mein Koffer

Heute habe ich mich den Mühen des Packens hingegeben.

Es ist schwierig zu entscheiden, was man mitnimmt und was nicht, da 10 Wochen eine erhebliche Zeit ist.

Vorallem wegen der schwierigen Waschmöglichkeiten. Gewaschen wird auf dem Dorf nämlich mit ätzenden Waschmittel und einem halbautomatischen Waschgerät. Wenn man also Wäsche macht, muss man Wasser aus dem Brunnen holen und zum Kochen bringen.  Dann heißt es eifrig kurbeln.

Ich glaub, ganz so pingelig wie zu Hause darf man mit den Klamotten unterwegs nicht sein. (Zumal wenn die Eltern nicht dabei sind.)

Magenschreck Markt

Kasachstan_Markt

Fleischverkäuferinnen auf einem Markt in Südkasachstan

Zum Glück war ich schon mal in Kasachstan und Kirgistan. Denn es gibt einige Dinge, die „etwas“ anders laufen als in Deutschland. Nämlich richtig krass. Dazu gehört das Einkaufen von Lebensmitteln.

Natürlich gibt es genau wie in Deutschland riesige Supermärkte. Die heißen oft Gypermarket – also Supermarkt XXL. Doch die gibt es nur in den großen Städten. Woanders kauft man traditionell ein. Nämlich auf dem Markt. Da liegt dann Gemüse neben Waschpulver und wer einen Eimer braucht, findet viele Sorten.

Für Deutsche gewöhnungsbedürftig ist auf jeden Fall die Fleischabteilung. So habt ihr Fleisch noch nie gesehen. (Ja, das was da runterhängt, ist kein Vorhang!) Gekühlt wird nichts – deshalb heißt es früh aufstehen. Oder mit den Fliegen teilen.

Warum reist Brodsky ?

Kasachstan_Greifvogel

Warum ich diese Seite „Brodsky reist“ genannt habe ist leicht gesagt. Ich heiße Joseph – wie mein Namensvetter Brodsky.

Aber wer ist Brodsky eigentlich? Joseph Brodsky wurde als Iossif Alexandrowitsch Brodskij 1940 in Leningrad geboren. Seine Eltern waren sehr belesen. Sie wohnten aber sehr beengt, in einer Gemeinschaftswohnung. In der Sowjetunion mussten sich oft mehrere Familien eine Wohnung teilen. Das hieß „kommunalka“. Über diese Zeit berichtet Brodsky in seinem Buch „Erinnerungen an Leningrad“.

Joseph_Brodsky

Weil man die Stadt später wieder in St. Petersburg zurückbenannt hat, heißt eine neuere Ausgabe auf deutsch „Erinnerungen an Petersburg“. Aber Brodsky erinnert sich an die Zeit, als die Stadt Leningrad hieß. Und er schreibt auch über die Stadt mit dem Namen Leningrad. Also ist der neue Titel falsch.

Brodsky wurde später aus der Sowjetunion ausgebürgert und lebte in New York. Dort starb er 1996 an einem Herzinfarkt. Vorher bekam er noch den Literatur-Nobelpreis.

Meine Mutter war und ist immer noch ein großer Fan von ihm. Außerdem war er auch Russe und somit passt das ja auch.